Kässpätzle
Kässpätzle

Über den Ursprung der Spätzle an sich wird viel spekuliert, aber so richtig gesicherte Erkenntnisse gibt es wohl nicht. Die einen behaupten, die Spätzle kämen aus Italien, wo das Wort”spezzare” soviel wie abschneiden, in kleine Stücke schneiden bedeutet (der Schwabe lehnt diese Deutung allerdings vehement ab). Während die Italiener von heute wohl eher den Kopf über diese seltsamen “Nudeln” schütteln würden, haben sie sich im ganzen süddeutschen Raum sowie in Österreich und der Schweiz ausgebreitet. Spätzle sind übrigens wirklich keine Nudeln, sondern eben Spätzle. Hauptsache ist meiner Meinung nach, dass sie gut schmecken.

Die Kässpätzle hingegen sind unbestritten eine schwäbische Spezialität, die ursprünglich aus dem Allgäu stammt. Dort gibt es seit jeher viele Milchbauern und daher auch ausreichend Käse, was in der württembergisch-schwäbischen Küche, die eher etwas ärmlich an Zutaten ist, keine Selbstverständlichkeit ist.

Du benötigst für 4-5 Personen:

Spätzle:

  • 500g Weizenmehl
  • 5 mittelgroße Eier
  • 1 gehäuften Teelöffel Salz
  • 200 bis 250 ml Wasser

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten
Schwierigkeit: einfach
Kosten: gering

Zur Zubereitung von Kässpätzle noch zusätzlich:

  • 2 Zwiebeln
  • 200g Emmentaler
  • 200g Bergkäse
  • etwas Butter

In einer hohen Schüssel verrührst du erst Eier, 3/4 des Wassers und das Salz und gibst dann nach und nach das gesiebte Mehl dazu. Du kannst mit dem Knethaken eines Rührgeräts oder aber mit einem Holzlöffel rühren, letzteres gibt Schmackes in den Armen. Das restliche Wasser gibst du behutsam nach Bedarf hinzu, falls der Teig zu dickflüssig ist, eine gewisse Zähigkeit ist allerdings gewünscht, es soll kein Pfannkuchenteig sein. Nach einigen Minuten, wenn der Teig Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst, kannst du den Teig beiseite stellen und 15 Minuten ruhen lassen.

Falls du nicht nur Spätzle als Beilage machst, solltest du nun die Zwiebeln in nicht zu dünne Ringe schneiden, eine Auflaufform einbuttern und den Käse fein reiben. Wenn das getan ist, kannst du auch schon einen  großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen.

Spätzle machen mit dem Spätzleschwob

Spätzle machen mit dem Spätzleschwob

Das Wasser kräftig salzen. Dann wird der zähflüssige Teig entweder in das kochende Wasser geschabt oder durch einen sogenannten Spätzleschwob gepresst. Wie man Spätzle von Hand schabt, zeigt dieses Video recht anschaulich.

Man lässt nun das Wasser wieder aufkochen und fischt die Spätzle mit einem Schaumlöffel ab, sobald sie an die Oberfläche steigen. Das geht ziemlich schnell, also dabei bleiben.

Werden die Spätzle als Beilage zubereitet, solltest du sie nun kurz in kaltem Wasser abschrecken und dann in eine vorgewärmte Schüssel geben. Für Kässpätzle kannst du Spätzle direkt in die gebutterte Auflaufform geben. Während die nächste Portion Spätzle im Topf kocht, werden die Spätzle in der Form leicht gesalzen und gepfeffert sowie mit einer Schicht Käse bestreut. So geht es immer weiter, den Abschluss bildet eine großzügige Schicht Käse.

Zwiebelringe rösten

Zwiebelringe rösten

Die Form kommt nun für ca. 20 Minuten in den 220° warmen Ofen, so dass der Käse schön verläuft und sich oben eine leichte Kruste bildet. Währenddessen brätst du die Zwiebelringe in einer Pfanne goldbraun an. Die Zwiebelringe werden dann auf die fertigen Kässpätzle gestreut und schon kannst du servieren. Dazu passt Kopf- oder Feldsalat und ein kühles Bier.

Die Beilagenspätzle werden mit in Butter kurz gebratenen Semmelbröseln übergossen und in der vorgewärmten Schüssel serviert.

Zu Spätzle passen Hauptgerichte mit viel Soße wie zum Beispiel der bekannte Zwiebelrostbraten oder Zürcher Geschnetzeltes. Sehr gut schmeckt auch ein weiterer schwäbischer Klassiker zu den Spätzle, nämlich saure Linsen und Saitenwürstle. Übrig gebliebene Spätzle kann man am nächsten Tag gut mit etwas Sauerkraut anbraten und erhält so köstliche Krautspätzle.

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Eine Antwort zu “Spätzle an sich und Kässpätzle”
  1. [...] Spätzle selber machen willst, solltest du das als erstes machen. Ein Rezept dafür habe ich dir hier. Fertige Spätzle aus dem Handel kannst du bequem nebenher [...]

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